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Eine Coronaerzählung

Eine Geschichte in der Coronazeit, die wenigstens gut endet.

Ein Lockdown ohne Theater und ohne Erzählungen ist wie ein Geburtstagsfest ohne Gäste. Die Geschichtenfabrik hat, genauso wie andere Künstler sehr damit zu kämpfen.

Zum Glück gibt es auch in Coronazeiten Geburtstagen mit einem guten Ende..

Das Corona Geschenk
Am war Herman sehr traurig. Das schöne Geburtstagsfest von Özlem konnte im lockdown nicht stattfinden. Er hatte sich so auf Kuchen und spiele gefreut.
Auf dem Tisch im Wohnzimmer stand noch das, in prächtiges Blumenpapier eingepacktes, Geschenk für Özlem.
Herman nahm zügig das Geschenk unter dem Arm, zog seine Jacke an, und lief nach draußen.
Als er zurück kam, fragte seine Mama, wo das Geschenk geblieben war.
Herman fand es doof für Özlem. Kein Geburtstag und kein Geschenk.
Deswegen hatte er das Geschenk bei ihr vor de Tür gestellt.
Das fand Mama eine Coole Idee. In Coronazeiten sollte man vorsichtig sein. Die beiden hofften sehr, das Herman es vor die richtige Tür gestellt hatte.
Genau in dem Moment öffnete eine Oma ihre Haustür. Vor der Tür lag ein Geschenk. Sie war froh, denn sie wollte gerade ein Geschenk für ihr Enkelkind kaufen.
Das feierte am nächsten Tag sein Geburtstag. Luka wollte aber das Geschenk seiner Oma nicht haben. Es war ein Mädchengeschenk in eine Mädchenverpakkung.
Die Oma hatte einfach nicht auf das Geschenkpapier geachtet. Sie entschuldigte sich und versprach Luka ein neues Geschenk.  Deswegen war das Geschenk überflüssig geworden. Die Mutter von Luka nahm es mit zu ihr Arbeit im Kindergarten.
Sie erzählte ihre Kolleginnen die ganze Geschichte. Susanne war direkt begeistert. Sie hatte der Geburtstag ihres Patenkindes völlig vergessen.
Mittags radelte Susanne schnell zu ihrem Patenkind. Aber jetzt hatte sie, wenigstens, ein schönes Überraschungsgeschenk gefunden. Özlem war superfroh mit dem Geschenk.
Als Özlem in dem schönen Geschenk die Grusskarte von Herman gefunden hatte, hatte sie sich gewundert. Sie rief  Herman gleich an, um ihm zu Danken.
Die beiden waren sehr erstaunt, dass das Geschenk von Selbst ein Tag später zu Öslem gelaufen war.